Liebe Leserinnen und Leser! „Am Aschermittwoch ist alles vorbei“ heißt es in einem Karnevalsschlager, denn an diesem Tag beginnt nach der bunten und lauten Karnevals-/Faschingszeit die siebenwöchige Passionszeit: Eine ganz andere, viel stillere Zeit, gekennzeichnet von innerer Einkehr, Umkehr, Verzicht, in der wir Christen an den Leidensweg Jesu zum Kreuz denken. So ist die Passionszeit eine Zeit der Besinnung. Wir dürfen erkennen, dass Christus sterben musste, damit wir Hoffnung auf ewiges Leben haben. Er war so, wie Gott eigentlich uns haben möchte: voller Nächstenliebe, bereit zu helfen. Und das immer mit dem Blick auf Gott. - Wir dagegen werden immer wieder schuldig - an unseren Mitmenschen und an Gott. „Asche auf mein Haupt“, sagen wir, wenn wir uns schuldig fühlen. Und wir kennen das Sprichwort „in Sack und Asche gehen“ – das kommt aus der Bibel und war eine Bußhandlung. So heißt es bei Nehemia (9,8): „Die Israeliten kamen zusammen, in Säcken gehüllt und mit Asche auf ihren Häupt...